4. Wurzeln auch ins Pustertal

„Danke, Mutti!“, wandte ich mich an meine Mutter und überreichte ihr, sie war die Erste, den frisch gedruckten ersten Band von „Dienstmädel in Bella Italia“, während dieses Bild entstand.

Habe ich in den Obervinschgau Wurzeln über meinen Vater, der in Plawenn geboren ist, so sind es über meine Mutter Wurzeln in das Pustertal. Sie war mir Initialzündung für das Dienstmädchenthema überhaupt. Als wir Geschwister noch Kinder waren, hat sie uns immer mal wieder eine Episode aus ihrer Dienstmädelzeit erzählt. Nicht für lange Zeit, aber als junges Mädchen war sie als Kindermädchen bei einer römischen Richterfamilie beschäftigt, hauptsächlich, um Italienisch zu lernen. Von ihr wusste ich, dass es viele Südtirolerinnen gegeben hat, die eine Dienststelle in reichen italienischen Haushalten angetreten sind. Ich musste meine „Heldinnen“ somit nur finden. Beim ersten Band war das noch durchaus abenteuerlich. Über Freunde und Bekannte habe ich mich auf die Suche gemacht. Und bei zwei Frauen war ich es, die die einstiegen Freundinnen wieder zusammenbringen konnte. „Ja, eine hat es schon gegeben, aber ich habe sie aus den Augen verloren“, war die Antwort einer Interviewpartnerin auf die Frage, ob sie mir noch weitere Schicksalsgenossinnen nennen könnte. Etwas enttäuscht musste ich diese Tatsache akzeptieren. Da vernahm ich, dass die einstiege Freundin in Uttenheim auf dem Schlössel zu Hause gewesen war. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, da der heutige Besitzer des Schlössels mein guter Bekannter ist und wie sich herausstellte auch der Sohn der verschollen geglaubten Freundin. Gerne habe ich den Kontakt ermöglicht und inzwischen hat es auch Wiedersehenstreffen gegeben!

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